KINOSTART: Die Zeit vergeht wie ein brüllender Löwe

Am 8.Oktober kommt der wunderbare Essayfilm "Die Zeit vergeht wie ein brüllender Löwe" von Philipp Hartmann in die Kinos. Es sind die Reflektionen eines Filmemachers auf der Mitte seines Lebens zum Wesen von Erinnerung, Zeit und ihrem Vergehen, aber auch der Möglichkeit, sie vielleicht ein wenig zu entschleunigen. In schönen Bildideen, sehr einfühlsamen Gesprächen und mit dem Mut, auch der eigenen Vergangenheit und Vergänglichkeit zu begegnen, hat Hartmann einen Film gemacht, den ich dringend empfehlen kann. Zugegeben, meine Neutralität steht in Frage, da ich zusammen mit zwei anderen Schauspielkollegen einen kleinen Teil zu dieser Arbeit beigetragen habe, aber einen Besuch ist dieser Film in jedem Fall wert.

Wer mehr über den Film oder die Premierentour mit Regisseur und Erzähler Philipp Hartmann wissen möchte, wird hier sehr gut informiert:

- Offizielle Seite des Film mit Tourdaten und Infos.

Dreharbeiten: Paradies schlechte Laune

Die Macher und Macherinnen von Kurzfilmen sind oft die unbesungenen Heldinnen des Filmgeschäfts. Völlig zu unrecht, denn manchmal sind auf 7 Minuten DV-Video mehr Ideen und Formversuche untergebracht, als auf der zwölffachen Länge im Prime Time-Fernsehen. Da ich selbst sehr gerne in diesem Genre arbeite und das Glück habe, hin und wieder von talentierten, jungen Menschen auf diese Kurztrips mitgenommen zu werden, möchte ich hier nun hin und wieder sehenswerte Kurzfilme vorstellen.

Nachfolgend ein Ausschnitt aus Matis Burkhardts Short "Paradies schlechte Laune", der im Frühjahr in Berlin hergestellt wurde. Zur Einnordung: Frank ist ein arbeitsloser Regisseur, der von seinem Hartz IV-Sachbearbeiter Herrn Glück (Michel Haebler) für eine Tätigkeit bei der Agentur für Arbeit zwangsrekrutiert werden soll. Doch Frank hat eine gute Idee...

Zum Abspielen klickt bitte unten auf das Bild.